Zentrum für Spielsucht RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung

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Glücksspielsucht: Diagnose, Symptome & Therapieoptionen

Einem Kontrollverlust und problematischen Suchtverhalten vorgebeugt werden. Ein wesentliches Ziel ist es, das Glücksspielbedürfnis der VerbraucherInnen in legale und beaufsichtigte Bahnen zu lenken und die bestehende Suchtgefahr insbesondere durch Präventionsmaßnahmen einzudämmen. Für Betroffene und Angehörige steht via -spielsucht.ch ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot zur Verfügung.

Wie erkennt man eine Glücksspielsucht? Untersuchung und Diagnose

Typische Anzeichen für ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten sind ein starker innerer Drang zu spielen, der Verlust der Kontrolle über Spieldauer und Einsätze sowie wiederholte, erfolglose Versuche, das Spielen zu beenden. Betroffene verheimlichen ihr Spielverhalten häufig, vernachlässigen Beziehungen, Beruf oder Ausbildung und geraten nicht selten in finanzielle Schwierigkeiten. Oft wird das Spielen als Flucht vor innerem Stress, Langeweile oder negativen Gefühlen genutzt. Kann aus irgendeinem Grund nicht gespielt werden, werden Glücksspielabhängige unruhig und gereizt. Der immer wieder erlebte Kontrollverlust führt zu Ängsten und Schuldgefühlen, die mit neuen Spielrunden verdrängt werden. Freunde und Familie werden belogen, um das wahre Ausmaß zu vertuschen.

Dabei sollte ein Rückfall aber nicht als Katastrophe angesehen, sondern als ein Teil des Prozesses angesehen werden. Die Glücksspielsucht wird als Krankheit von den Krankenkassen anerkannt und kann weitreichende psychische und soziale Folgen für Betroffene und deren direktes Umfeld haben. Die Sucht bestimmt das Alltagsleben der Betroffenen und sie nehmen jede Gelegenheit wahr um zu spielen.

  • Auch die beiden Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande stellen auf unten stehenden Websites Spielerschutz-Informationen zu ihren Angeboten zur Verfügung.
  • Prävention im Glücksspielbereich zielt darauf ab, Problemen vorzubeugen, die durch das Spielen verursacht werden, eine gesunde Einstellung gegenüber dem Glücksspiel und dem Spielverhalten zu fördern, und gefährdete Personengruppen zu schützen.
  • Gefühl der Überlegenheit, können aktuelle Konflikte und Probleme beim Spielen „vergessen“, verspüren weniger „Langeweile“, fühlen sich beim Spielen nicht mehr einsam, erhoffen einen Ausgleich der finanziellen Verluste.
  • Epidemiologische Befunde zeigen dabei eine deutlich höhere Betroffenheit von Männern, was sich auch in der Beratungs- und Behandlungspraxis widerspiegelt.
  • Die gesprochenen Gelder müssen gezielt für die Prävention, Behandlung, Forschung und Aus- und Weiterbildung im Bereich Geldspielsucht eingesetzt werden.

In der Altersgruppe der 48- bis 64-Jährigen liegt dieser Anteil bei 0,3 %, während er in der Gesamtgruppe der 14- bis 64-Jährigen bei 1,0 % liegt. Risikofaktoren wie ein niedriger Bildungsstand, Arbeitslosigkeit und ein Migrationshintergrund sind mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Glücksspielprobleme verbunden. Der Kanton Luzern beteiligt sich als einer von 17 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein am interkantonalen Glücksspielsuchtpräventions-Programm Spielen ohne Sucht.

Eine Spielsucht lässt sich jedoch nicht von heute auf morgen abstellen. Glücksspielabhängige und auch ihre Angehörigen müssen sich auf einen langen Behandlungsprozess einstellen, der nicht frei von Rückschlägen sein muss. Auch nach dem Ende der stationären Therapie fallen Betroffene immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück.

Weitere geläufige Bezeichnungen sind „Glücksspielabhängigkeit“, „Spielsucht“ oder „problematisches Glücksspielverhalten“. Trotz tiefgreifender Nachteile können Betroffene mit dem Glücksspielen nicht mehr aufhören. Ein unwiderstehlicher Drang treibt sie zum Glücksspiel, in der Hoffnung, zu gewinnen oder verlorenes Geld zurückzugewinnen.

Weltweit spielen etwa 26 % der Erwachsenen regelmäßig Glücksspiele, mit teils erheblichen regionalen Unterschieden. In Großbritannien beispielsweise wird geschätzt, dass rund 42 Millionen Menschen mindestens einmal pro Jahr an Glücksspielen teilnehmen. Besonders Online-Glücksspiele, vor allem über mobile Endgeräte, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die Betroffenen können ihre Sucht auch oftmals nicht ohne professionelle Hilfe oder Selbsthilfe bewältigen. Wenn Sie hier keine passende Gruppe finden, suchen Sie nach einem passenden Stichwort unter «Suche nach Selbsthilfeangeboten» oder wenden Sie sich an das Selbsthilfezentrum in Ihrer Region. -radix.chWebsite unserer Fachstelle für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte. Mit seiner Website, Flyern und kurzen Filmen sowie einer 24 Stunden Helpline richtet sich das Programm an Spielende und deren Nahestehende, die Auskunft und Hilfe suchen. Darüber hinaus bietet es Informationen und Weiterbildungen für Fachpersonen aber auch Kampagnen und Sensibilisierungsmaterial zur Prävention an.

Geldspiel-Flyer von “Spielen ohne Sucht”

Diese Menschen können zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr entscheiden, ob sie dem Glücksspiel wirklich nachgehen möchten und verlieren nach und nach die Kontrolle bzw. Immer öfter kommt es zum Totalverlust des gesamten Einsatzes. Angetrieben von der Vorstellung, verlorenes Geld zurückzugewinnen wird die Risikobereitschaft größer und eine Eigendynamik setzt ein.

Diese Kriterien müssen über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten bestehen, um eine Diagnose von pathologischem Spielen stellen zu können. Wenn das Spielen um Geld oder die virtuelle Welt des Internets mit Gamen, Wetten, Chatten, Surfen oder Streamen den Alltag bestimmt, kann das schwerwiegende Folgen haben. Gesundheit, Lebensqualität, soziale Beziehungen und die finanzielle Existenz geraten zunehmend aus dem Gleichgewicht. Sollten Sie einen Verstoß gegen diese Maßnahmen feststellen oder sonstige Unregelmäßigkeiten in einem Glücksspielangebot oder einer Werbung hierzu feststellen, können Sie zur Meldung gerne unser anonymes Hinweisportalverwenden.

Man verspürt dann ein starkes Verlangen mehr zu spielen/wetten und kann es nicht mehr kontrollieren. Das führt auf die Dauer zu grossen finanziellen, emotionalen und sozialen Problemen. Insbesondere der geschützte Rahmen verhilft den Patientinnen und Patienten, auf das Glücksspielen zu verzichten und innerlich Abstand zu gewinnen. Der belastende Alltag rückt für eine Zeit in den Hintergrund und die eigene Gesundheit steht im Mittelpunkt.

Verhaltenssüchte sind Suchtformen, die aufgrund einer speziellen Tätigkeit ohne den Konsum einer Substanz zu einer Abhängigkeit führen. Gewisse Verhaltensweisen haben ein Suchtpotential, das vergleichbar ist mit Alkohol, Nikotin und illegalen Drogen und einen Kontrollverlust zur Folge haben kann. Aufgabe dieses Zentrums ist die Prävention und Behandlung von Glücksspielsucht, insbesondere Lotteriespielsucht, im Kanton Zürich. Spielen ohne Sucht ist ein interkantonales Glücksspielsuchtprävention-Programm im Auftrag von 18 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. -spielsucht.ch – Informationen rund um das Thema Glücksspielsucht. Weitere Anlaufstellen in Ihrer Region finden Sie zudem beim Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

Unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung von Sportereignissen ist auf dem übertragenden Kanal Werbung für Sportwetten auf dieses Sportereignis nicht zulässig. Außerdem ist Werbung für Sportwetten mit aktiven SportlerInnen und FunktionärInnen unzulässig. In Sportstätten ist Werbung für Glücksspiele nur in Form der Dachmarkenwerbung auf Trikots und Banden sowie ähnlichen Werbemitteln erlaubt. Gemäss Art. 66 des Geldspielkonkordates (GSK) sind die beiden Lotteriegesellschaften verpflichtet, den Kantonen eine Präventionsabgabe zu entrichten.

Diese beträgt jährlich 0.5% der im jeweiligen Kantonsgebiet mit den Lotterie- und Sportwettangeboten von Swisslos und Loterie Romande erzielten Bruttospielerträgen. Die gesprochenen Gelder müssen gezielt für die Prävention, Behandlung, Forschung und Aus- und Weiterbildung im Bereich Geldspielsucht eingesetzt werden. Trotz negativer Konsequenzen wird das Spielen fortgesetzt, was die Betroffenen in eine Spirale aus Verlusten und weiterem Spielen zieht. Die Symptome des Glücksspielens sind sehr unterschiedlich und individuell ausgeprägt.

Aus “Spiel zum Spass” kann sich ein pathologisches Glücksspielen entwickeln, welches zu den Verhaltenssüchten gehört. Neben Informationen zum Thema werden auf dieser Website Tipps zur Selbsthilfe sowie Kontakte von Suchtberatungsstellen aufgeführt. Das pathologische Glücksspielen führt in den meisten Fällen zu starken Einschränkungen im Alltag. Die Gedanken drehen sich immer weniger um soziale oder berufliche Themen, sondern ausschließlich um das nächste Spiel und das dafür benötigte Geld.

«Informier dich, wenn das Spiel mit dir spielt»

Die Abwärtsspirale dreht sich unaufhörlich weiter, mit oft verheerenden Folgen für Psyche, Beziehungen und Existenz. In solchen Fällen spricht man von Glücksspielsucht oder von krankhaftem bzw. Medizinisch wird die Erkrankung unter dem Diagnoseschlüssel F63.0 im internationalen Klassifikationssystem ICD-10 geführt – als „Pathologisches Spielen“.

Unerlaubte Glücksspielanbieter erhalten Untersagungsverfügungen. Ebenso wird am Zahlungsverkehr Beteiligten die Mitwirkung an Zahlungen und Auszahlungen untersagt. Es besteht zudem die Möglichkeit, Maßnahmen zur Sperrung der Angebote gegen verantwortliche Dienstanbieter zu ergreifen (IP-Blocking). Das Risiko für ein problematisches Spielverhalten ist bei Online-Glücksspielen besonders hoch.

Damals unter dem Interreg Projekttitel “Noch ein Spiel?! – Spielten ohne/mit Grenzen”. Hierzu haben sie Sozialkonzepte zu entwickeln und bizzo casino login umzusetzen. Darin ist darzulegen, mit welchen Maßnahmen den sozialschädlichen Auswirkungen des Glücksspiels vorgebeugt werden soll. Die Sozialkonzepte sind differenziert auf die verschiedenen Glücksspielformen abzustimmen. Das Konzept wird durch die Erlaubnisbehörde überprüft und die Umsetzung kontrolliert. Neben dem eigentlichen Glücksspielverhalten zeigen sich im Suchtstadium weitere körperliche und psychische Symptome.

Die Betroffenen verspüren zunächst eine angenehme Spannung und Nervenkitzel beim Spiel, evtl. Gefühl der Überlegenheit, können aktuelle Konflikte und Probleme beim Spielen „vergessen“, verspüren weniger „Langeweile“, fühlen sich beim Spielen nicht mehr einsam, erhoffen einen Ausgleich der finanziellen Verluste. Die negativen Gefühle wie Leere und Erschöpfung, depressive Stimmung, innere Spannung, Ängste und oder niedriges Selbstwertgefühl können durch das Spielen verdrängt und betäubt werden. In der englischen Sprache wird zwischen „to play“ (spielen) und „to gamble“ (glücksspielen) unterschieden. In der deutschen Sprache gibt es diese Unterscheidung nicht. Eine mögliche Erklärung dafür, dass wir umgangssprachlich von „Spielern“ und „Spielsucht“ statt von „Glücksspielern“ und „Glücksspielsucht“ sprechen und damit die Erkrankung verharmlosen.

Die Therapie kann helfen, sich der Hintergründe des Suchtverhaltens bewusster zu werden und Ideen oder Strategien zu entwickeln, um sich allmählich davon zu lösen. Spielende sind über die Summe der Einsätze, die Summe der Gewinne oder der Verluste der letzten 30 Tage zu informieren. Diese Information muss nach jeder Identifizierung und Authentifizierung sowie vor Beginn eines Spiels erfolgen – sofern diese Information letztmalig vor mehr als 24 Stunden erfolgt ist. Auf Verlangen muss der Anbieter Spielenden Einsicht in die Transaktionen auf dem Spielkonto der letzten 12 Monate kostenlos gewähren. Vor der Spielteilnahme sind zudem spielrelevante Informationen zur Verfügung zu stellen (z. B. Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeiten). Der Anbieter muss über Suchtrisiken und über Möglichkeiten der Beratung und Therapie sowie über das Teilnahmeverbot Minderjähriger aufklären.

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